Wir stellen uns vor:


Manuela Gerhards

Als wir im Sommer 1984 unsere letzte Pudelhündin wegen einer Autoimmunenerkrankung einschläfern lassen mussten, stand fest, es muss wieder ein Hund her, aber diesmal sollte es eine gesunde, robuste und wesensfeste Rasse sein, an der weder kupiert noch frisiert werden durfte.

Mein Mann und ich hatten keine genaue Vorstellung, nur ein mittelgroßer Hund ohne Jagdinstinkt und nicht langhaarig sollte es werden. Und natürlich wieder eine Hündin, denn wenn man fast sein ganzes Leben Hunde gezüchtet hatte, so wie ich, schien es unvorstellbar einen Rüden ins Haus zu holen.

Wegen des großen Aufwands wollte ich damals eigentlich gar nicht mehr züchten. Im Nachhinein war das doch nur vorgeschoben, denn wenn man in einem Haus aufgewachsen ist, in dem schon Mutter und Großmutter Hunde züchteten und ich selbst meinen ersten Wurf mit 16 Jahren selbstständig aufgezogen habe, will man, wenn man sich dieser wunderbaren Leidenschaft einmal verschrieben hat, diese doch nicht plötzlich aufgeben!
Also, befragten wir unseren Freund Günther Bloch, heute anerkannter Wolfsforscher, und bekamen von ihm drei Hunderassen genannt, die zu uns und unserer Lebensweise passend erschienen.
Schnell tendierten wir zu den Appenzellern. Damals war es schier unmöglich Literatur über diese Rasse zu bekommen. Über den VDH erfuhren wir dann vom Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland und dort erhielten wir dann auch die Adresse eines Züchters.
Nie werde ich den Moment vergessen, als wir dann endlich einen leibhaftigen Appenzeller Rüden ansehen konnten. Es war die sprichwörtliche „Liebe auf den ersten Blick“ und die hat sich bis heute so verfestigt, dass uns ein Leben ohne diese wunderbare Rasse nicht mehr vorstellbar ist.
Am 19.September 1984 konnten wir dann endlich beim Züchter Hans Liedel in Babenhausen unsere „Ellen vom Fuggermarkt“ genannte Tinka zu uns nach Hause holen. Obwohl an Hand der Richterberichte bald klar war, dass sie „nur“ eine SG-Hündin werden würde, wollte ich mit ihr Welpen aufziehen.
Am 02.April 1987 kam der erste Wurf der Appenzeller Sennenhunde „von der Erftquelle“. Aus diesem stammt auch der 16 Jahre alt gewordene Rüde Asterix.

Und wie so häufig bei den „nur SG-Hunden“, sind sie oft die allerbesten Vererber. Mit unserer Tinka und dem Campion-Rüden Breesgata's Helvetier Ulf aus Belgien konnten wir den Grundstein für unsere erfolgreiche Zucht legen.

Tinka wurde 14 Jahre alt und lebte bis dahin mit ihrer Ziehtochter Celest und deren beiden Töchtern Daphne und Felice in einer klar geordneten Mensch-Hunde-Rudel-Lebensgemeinschaft. So wie Tinka unvergessen bleiben wird, hat auch Celest durch ihre besonders menschenfreundliche Art einen sicheren Platz in unseren Herzen. Darüber hinaus hat sie uns viele wunderschöne Welpen geschenkt.

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Manuela Gerhards  
Am Stockert 9 Email: gerhards@appenzeller-sennenhunde.de
53902 Bad Münstereifel Website: www.appenzeller-sennenhunde.de